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Internet-Schutzschild am Router einrichten: Was er schützt und was nicht

Von Fabrice Ortner··4 Min Lesezeit

Kurz gesagt

Ein DNS-Filter prüft jede Adressanfrage im Heimnetz und lässt gesperrte Seiten gar nicht erst laden. Einmal am Router eingetragen, gilt er für die Geräte in eurem WLAN, auch für Konsole und Smart-TV, ohne App auf dem Kindergerät. Er liest keine Chats und kennt keine Seiteninhalte. Im Mobilfunknetz, bei VPN oder eigenen DNS-Einstellungen wirkt er nicht.

Die Anleitung des Internet-Schutzschilds führt euch durch die Einrichtung eines kostenlosen Filterdienstes am Router, mit Hinweisen für Fritz!Box, Speedport und TP-Link. Im Mobilfunknetz wirkt der Filter nicht.

Internet-Schutzschild holen

Das könnt ihr heute tun

  1. Öffnet fritz.box (oder die Adresse auf der Router-Unterseite) und sucht unter Internet die DNS-Server-Einstellung. Das dauert fünf Minuten.
  2. Prüft in zehn Sekunden im Browser, ob euer Anschluss bekannte Erwachsenen-Seiten schon blockiert. Zum Schutz-Check
WLAN-Router mit vier Antennen

Was ist ein DNS-Filter und wie schützt er Kinder im Familien-WLAN?

Das Tablet im Kinderzimmer, die Konsole am Fernseher, der Smart-TV im Wohnzimmer: Alle rufen Websites auf, und auf keinem läuft eine Kindersicherung. Ein DNS-Filter setzt eine Ebene darüber an, direkt am Router.

DNS ist das Telefonbuch des Internets. Bei jedem Aufruf fragt das Gerät einen DNS-Server, wo die Seite zu finden ist. Steht die Adresse auf einer Sperrliste, bekommt es keine Antwort, und die Seite lädt nicht.

Der Familien-Filter sperrt bekannte Seiten mit Pornografie und Gewaltdarstellungen, dazu Malware und Phishing. Glücksspiel sperrt er nur mit eigenen Filterlisten, zum Beispiel über AdGuard Home. Mitgelesen wird dabei nichts: Er sieht Adressen, keine Chats und keine Seiteninhalte.

Welcher DNS-Anbieter passt zu euch?

  • AdGuard DNS: kostenlos, blockiert Werbung, Tracker und gefährliche Seiten
  • NextDNS: kostenloser Tarif mit begrenzter Zahl an Anfragen, sehr konfigurierbar
  • CleanBrowsing: für Familien gedacht, in der Basisversion kostenlos
  • AdGuard Home: selbst betrieben, für Fortgeschrittene

Für den Einstieg würden wir AdGuard DNS nehmen. Die Profile haben ein sehr unterschiedliches Schutzniveau, und eine falsche Ziffer in der Adresse kann den Familienfilter ausschalten. Die Anleitung des Internet-Schutzschilds zeigt, welches Profil passt, wie ihr es am Router eintragt und wie ihr prüft, ob es wirklich greift.

Nach dem Eintragen lohnt ein Test, denn der Router zeigt nicht, ob der Filter greift. Und die Grenzen bleiben: Im Mobilfunknetz wirkt der Filter nicht, ebenso wenig bei VPN oder wenn ein Gerät einen eigenen DNS-Server nutzt. Die Einrichtung ist einmalig, danach müsst ihr am Router nichts mehr pflegen.

Im Detail

Kinderschutz oder Privatsphäre: Was braucht ihr?

Zwei Ziele, zwei Wege

Ihr wollt vor allem eure Kinder schützen? Pornografie und Gewaltdarstellungen sollen draußen bleiben, SafeSearch soll erzwungen sein, und es soll schnell gehen. Dann reicht ein Internet-Schutzschild am Router, einmal eingetragen. → NUNIVIA Internet-Schutzschild

Ihr wollt zusätzlich eure Privatsphäre schützen? Werbung und Tracker sollen auf den Geräten im Heimnetz verschwinden, und ihr wollt selbst sehen und festlegen, was gefiltert wird. Dann lohnt sich ein eigener Filter im Heimnetz (AdGuard Home). Das braucht mehr Einrichtung, dafür bleiben Filter und Protokoll bei euch zu Hause. → NUNIVIA Home-Guide

Wie geht es weiter?

Die Einrichtung selbst, also welche DNS-Adressen ihr braucht, wie ihr sie in Fritz!Box, Speedport oder TP-Link eintragt und wie ihr Profile nach Alter aufsetzt, führt die Anleitung des Internet-Schutzschilds Schritt für Schritt. Mit einem lokalen Filter im Heimnetz (AdGuard Home) lassen sich außerdem Smart-TV, Spielekonsolen und Gäste-WLAN abdecken. Das zeigt der Home-Guide.

Ein DNS-Filter ist Ebene 1

Ein DNS-Filter schützt gegen bekannte Bedrohungen, hat aber Grenzen: neue Phishing-Domains, direkte IP-Verbindungen und gehackte Seiten kommen durch. Was ihr dagegen tun könnt, steht in Warum DNS-Schutz nicht alles ist. Was ein Filter sehen kann und was nicht, erklärt Was heißt Schutz ohne Überwachung?.

Der Filter setzt die Grenze im Heimnetz. Wie viel Zeit euer Kind online verbringt und was es dort erlebt, besprecht ihr weiter am Küchentisch. Wenn der Schutz nicht greift, hilft Warum die Kindersicherung manchmal nicht greift. Und für einen Linux-Laptop fürs Kind zeigt Linux-Laptop fürs Kind sicher einrichten die Einrichtung.

Euer Internet-Schutzschild: In rund 30 Minuten eingerichtet.

Welche Einstellungen ihr braucht, wie ihr sie in Fritz!Box, Speedport und Co. einrichtet und wie ihr Schutzprofile nach Alter aufsetzt — Schritt für Schritt erklärt, ohne Fachchinesisch.

Internet-Schutzschild holen

Mehr Überblick über euer Heimnetz?

Mit einem lokalen Filter im Heimnetzwerk schützt ihr alle Geräte gleichzeitig — Smart-TV, Konsolen und Gäste-WLAN inklusive.

NUNIVIA Home-Guide ansehen